Captura GmbH im Insolvenzverfahren

Die  Captura GmbH hat am 16. September 2015 beim Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen bietet die Möglichkeit, durch Nachrangdarlehen  in Form von Inhaber-Teilschuldverschreibungen in unterschiedliche Unternehmensbeteiligungen auf dem Immobiliensektor zu investieren. So wurde schon bei einem Anlagebetrag von 3.000 Euro und einer relativ kurzen Laufzeit von nur 180 Tagen ein Zins von 7,65% p.a. fest zugesichert.

Das Geschäftsmodell bestand darin – aus Sicht von Captura – aussichtsreichen Unternehmen Kapital zuzuführen und zu diesem Zweck jeweils Projektgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG zu gründen. Nach Unternehmensdarstellung beteiligte sich die Captura GmbH direkt an konkreten Projekten von deutschen KMU (= kleinen und mittleren Unternehmen), wobei diese das jeweilige Kapital erst dann erhalten sollten, wenn ausreichende dingliche und liquidierbare Sicherheiten nachgewiesen und beim Treuhänder hinterlegt worden waren.

„Unsere Sozietät beobachtet die Entwicklungen seit Längerem. Wir gehen davon aus, dass die Vermittler der Captura über Kurz oder Lang ins Fadenkreuz selbst ernannter Anlegerschützer geraten werden.“ So erklärt der auf Vermittlerhaftung spezialisierte Rechtsanwalt Nikolaus Sochurek von Peres & Partner.

Auf der Plattform www.finanzberaterhaftung.de können sich Vermittler der Captura GmbH zusammenschließen. Weitere Informationen finden Vermittler dort.